Vita
Die Mezzosopranistin Ruth Häde gehört seit der Spielzeit 2024/25 zum Ensemble des Nationaltheaters Mannheim, wo sie bereits in zahlreichen bedeutenden Partien ihres Fachs zu erleben war. Zu ihrem Repertoire zählen Dorabella in Mozarts Così fan tutte, Sesto in Händels Giulio Cesare in Egitto, Rosina in Rossinis Il barbiere di Siviglia, Hänsel in Humperdincks Hänsel und Gretel sowie Prinz Orlofsky in Johann Strauss’ Die Fledermaus.
In der Spielzeit 2026/27 erweitert sie ihr Repertoire um weitere zentrale Fachpartien und gibt ihre Rollendebüts als Angelina in Rossinis La Cenerentola sowie als Muse/Nicklausse in Offenbachs Les Contes d’Hoffmann. Darüber hinaus ist sie als Anna Kennedy in Donizettis Maria Stuarda zu erleben und kehrt als Zweite Dame in Mozarts Die Zauberflöte sowie als Blumenmädchen in Wagners Parsifal auf die Bühne des Nationaltheaters Mannheim zurück.
Ruth Häde wuchs in Frankfurt (Oder) auf und studierte zunächst Schulmusik mit dem Hauptfach Bratsche an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Anschließend absolvierte sie ihr Gesangsstudium bei Prof. Lioba Braun an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, wo sie 2026 ihren Masterabschluss erwarb.
Bereits während ihres Studiums debütierte sie an der Oper Köln als Schwertleite und Flosshilde in Wagners Ring für Kinder, unter anderem im Rahmen eines Gastspiels in Südkorea. Von 2022 bis 2024 war sie Mitglied des Internationalen Opernstudios der Oper Köln, wo sie unter anderem als Hänsel und Zweite Dame auf der Bühne stand.
Weitere Gastengagements führten sie als Tasille in Händels Alessandro unter der musikalischen Leitung von Gottfried von der Goltz an das E.T.A. Hoffmann Theater Bamberg sowie als Mrs. Meg Page in Verdis Falstaff an das Theater Bielefeld und das Mainfranken Theater Würzburg.
Neben ihrer Tätigkeit auf der Opernbühne widmet sich Ruth Häde mit großer Leidenschaft dem Konzert- und Oratorienrepertoire. Ihr vielseitiges Repertoire reicht von Monteverdis Marienvesper über die großen Oratorien Bachs und Händels sowie die Altpartien im geistlichen Werk Gabriel Faurés bis hin zu Michael Tippetts A Child of Our Time.